Wir lieben den Dialog mit euch! Schreibt uns Leserbriefe, wenn ihr etwas zu einer Ausgabe auf dem Herzen habt. Bitte sendet uns eure Leserbriefe an: redaktion@mein-kiez.de oder per Post: mein/4, Schönhauser Allee 52, 10437 Berlin Zu „Zum Glück wusste er es nicht“, meinKiez 04/26 „Beim Matjes bleibe ich mutiger“ Seit zwölf Jahren esse ich gelegentlich im Berliner Hof. Dass vor Sebastian Grabosch so viele Pächter gescheitert waren, wusste ich nicht. Seine Pferderoulade werde ich trotzdem nicht bestellen – irgendwo endet auch mein Mut. Beim Matjes bin ich aber weiterhin dabei. Bitte mehr Geschichten über Menschen, die einen Laden nicht nur eröffnen, sondern ihn über viele Jahre am Leben halten.

Dieter N., Wilmersdorf Zu „Als Wilmersdorf voller Dichter war“, meinKiez 04/26 „Der Morgenrock bleibt im Gedächtnis“ Liebe meinKiez-Redaktion, zuerst musste ich über die Schriftsteller schmunzeln, die morgens im Morgenrock Brötchen holten. Genau solche kleinen Bilder machen Geschichte lebendig. Umso härter wirkt der Bruch: Wenig später wurden Wohnungen gestürmt, Menschen vertrieben und Bücher verbrannt. Ich habe den Artikel mit meinen Schülern besprochen. Fast alle kannten die Bücherverbrennung auf dem heutigen Bebelplatz. Niemand wusste, dass bereits Wochen zuvor auf dem Laubenheimer Platz Schriften verbrannt worden waren. Aus der romantischen Künstlerkolonie wurde im Unterricht plötzlich eine ganz konkrete Geschichte darüber, wie schnell Freiheit verschwinden kann. Vielleicht sollte an diesem Ort noch sichtbarer an die früheren Bewohner erinnert werden.

Tafeln gibt es – aber man muss bereits wissen, wonach man sucht. Anne M., 46, Wilmersdorf Zu „Die Liebe besitzt keine App“, meinKiez 04/26 „Der Baumarkt hat versagt“ Sehr geehrter Herr Oertwig, nach Ihrer Kolumne habe ich beim nächsten Baumarktbesuch aufmerksam die Männer vor dem Dübelregal beobachtet. Sie wirkten tatsächlich vollkommen hilflos. Angesprochen hat mich trotzdem keiner. Nicht einmal, als ich demonstrativ einen besonders komplizierten Dübel in der Hand hielt. Ich versuche es nun in der Buchhandlung. Dort ist es wärmer, und falls wieder nichts passiert, habe ich wenigstens etwas zu lesen. Monika R., 63, Wilmersdorf